Der Bereich der Sozialkompetenz ist der wohl bekannteste aus der Palette der Schlüsselkompetenzen. Der englische Begriff „Soft Skills“ wird mit Sozialkompetenz übersetzt, auch wenn unter ihm noch einige weitere Methoden- oder Selbstkompetenzen subsumiert werden.

Die Sozialkompetenz umfasst die Fähigkeiten, das Verhalten und die Einstellung anderer positiv zu beeinflussen. Diese Beeinflussung ist nicht im Sinne einer Manipulation zu verstehen, sondern im Sinne eines besseren Verständnisses für sowohl die eigenen als auch die Bedürfnisse des anderen. Nur auf dieser Basis können langfristig erfolgreiche Beziehungen entstehen.

Doch was sind nun die wesentlichen Facetten der Sozialkompetenz?

Die Kommunikationsfähigkeit. Sie ist das A & O der Sozialkompetenz, denn genau betrachtet, können ohne sie die anderen Fähigkeiten nicht zum Tragen kommen. Erst wenn echte Kommunikation stattfindet, können zum Beispiel Mechanismen der Konfliktbewältigung als nächster Schritt folgen. Und damit wird offensichtlich, was Kommunikation nicht bedeutet: Rhetorik oder Präsentationsfähigkeit. Denn beide sind Methoden, um Informationen oder Meinungen „ans Publikum zu bringen“. Kommunikation jedoch ist stets bilateral – sie bedingt Sender und Empfänger. Daraus erschließt sich, dass die Fähigkeit zum Zuhören ebenso wichtig ist wie das Wissen um die Regeln der sorgsamen Kommunikation.

Kooperations- und Konfliktfähigkeit. Selbst in an sich gut funktionierenden Teams und Beziehungen kann es zu Spannungen kommen. Zwei wesentliche Ursachen sind Missverständnisse sowie konkurrierende Positionen. Die Fähigkeit, diese Bomben zu entschärfen, entscheidet oftmals über den Erfolg des gesamten Teamauftrags oder eines Projektes. Selbst wenn – unter Spannungen – ein Projekt erfolgreich zum Abschluss gebracht werden kann, leiden die darin eingebundenen Menschen. Mit Fairness und Verständnis lassen sich allerdings die meisten Konflikte lösen. Doch oftmals muss diese Fähigkeit erlernt und geübt werden. Dem einen fällt es schwer, den eignen (berechtigten) Standpunkt selbstbewusst zu vertreten, der andere „überrennt“ seine Teamkollegen und muss anschließend mit den negativen Konsequenzen leben. Auch hier ist das Zuhören und die sorgsame Kommunikation die Basiskompetenz.

Das dritte große Element der Sozialkompetenz ist die „Emotionale Intelligenz“. Daniel Goleman prägte diesen Begriff und schrieb mit seinem Buch „EQ. Emotionale Intelligenz“ quasi das Standardwerk zu diesem Thema. Seitdem ist der EQ in aller Munde und wird als ebenso wichtig – wenn nicht sogar wichtiger – angesehen wie der IQ, der Intelligenzquotient. Ebenso wie die Intelligenz eine Verbindung aus sprachlicher, mathematischer Intelligenz sowie dem räumlichen Vorstellungsvermögen ist, ist der EQ die geglückte Verknüpfung von Selbstreflexion, Einfühlungsvermögen und Teamfähigkeit. Eine Untersuchung zeigte, dass bei gleichzeitig vorhandenem Ehrgeiz Betriebswirte umso erfolgreicher waren, je höher ihr gemessener EQ war.

Doch was ist die Basis? Unsere Gefühle, denn sie sind die Antriebsfeder des menschlichen Handelns. Daher ist es so wichtig, sowohl die eigenen Gefühle zu verstehen als auch die Fähigkeit zu trainieren, die Gefühle des Gegenübers zu erkennen (Empathie). Daraus ergibt sich dann die Möglichkeit, die eigenen Gefühle zu managen und – im positiven Sinne – auch Einfluss zu nehmen auf die Gefühle des Gegenübers. So schaffen Sie die Basis für erfolgreiche Beziehungen mit dem eigenen Umfeld.

Wer hätte das gedacht? Ohne Kommunikation kann kein Bereich der Sozialkompetenz gelingen. Was können wir tun? Nun, erstens gilt es, sich bewusst zu werden, wie die eigenen Kommunikationsmuster sind. Und dann bewusst zu entscheiden, inwieweit man diese ändern will. Danach heißt es einfach anfangen – wie jede neue Fähigkeit braucht auch sorgsame Kommunikation Übung. Und beziehen Sie ruhig Ihr Umfeld mit ein – Sie werden vermutlich überrascht sein, wie viel Anerkennung Sie für Ihr verändertes Verhalten und sogar für Ihren bloßen Veränderungswillen erfahren werden.

 

Über die Initiatoren

Meine Schlüsselkompetenzen wurde von Sabine Kierner und Christiane Mohr gegründet. Beide sind seit Jahren als Beraterinnen und Trainerinnen tätig. Im Rahmen ihrer Tätigkeit wurde ihnen bewusst, dass ein umfassendes Angebot im Bereich Schlüsselkompetenzen fehlt. Einige wenige Punkte, wie Kommunikationsfähigkeit oder Teamfähigkeit, werden von zahlreichen Weiterbildungsträgern angeboten, doch nicht weniger wichtige Themen wie beispielsweise Analyse- und Konzeptionsfähigkeit, Lern- und Kreativitätsmethoden oder das spannende Feld der Selbstreflexion und -bestimmung werden sträflich vernachlässigt. Mit „meine Schlüsselkompetenzen“ schließen die beiden diese Lücke.

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